Hochspringerin Isobel Pooley ist wieder dabei – „nur dieses Mal ein bisschen anders“

Die britische Hochspringerin Isobel Pooley (25) freut sich auf das Cottbuser Springer-Meeting, obwohl sie dort gar nicht springen wird. Nach einer langen Verletzungszeit mit zwei Ermüdungsbrüchen im Fuß arbeitet sie sich derzeit zurück an die Weltspitze – und zwar in Deutschland. Im vorigen Jahr suchte sie eine Veränderung, zu eingefahren schien ihr Leben in Südengland. Isobel erzählt: „Die Welt ist ja groß, dachte ich mir, Leichtathletik kann ich überall trainieren.“ Und so fand sie eine neue Heimat in dem Land, in dem sie sich schon immer so wohl gefühlt hatte: in der Frankfurter Trainingsgruppe von Günter Eisinger – dem Mann, der auch die einstige deutsche Top-Springerin Ariane Friedrich zu WM-Bronze führte. „Da sind viele junge Athleten dabei, wir haben viel Spaß, die Motivation ist wieder da.“

Ihren letzten „offiziellen“ Sprung absolvierte sie bei der Europameisterschaft 2016 – auch da schon mit gebrochenem Fuß. Nun hofft sie, im Sommer wieder Wettkämpfe bestreiten und an ihre persönliche Bestleistung von 1,97m anknüpfen zu können. Auch ein Job muss in den nächsten Wochen her, denn ihr Heimatland England fördert sie nach der langen Verletzungszeit nicht mehr.

 

Derzeit genießt sie aber ein paar Tage „bei meinen Freunden in Cottbus“ und freut sich, „dass ich beim Springer-Meeting zu Gast sein darf. Ich liebe diese Veranstaltung. Es ist toll zu sehen, wie alle ein Teil des Events sind: Ohne die Zuschauer wäre es nichts, ohne die Organisatoren wäre es nichts, ohne die Athleten wäre es nichts. Und so bin auch ich wieder ein Teil, nur dieses Mal ein bisschen anders.“  Und während sie den Zuschauern vor einigen Jahren am Mikrofon ihre ersten Deutschkenntnisse präsentiert hat, wird sie dieses Mal ein Interview in fließendem Deutsch geben können.